Krankheit oder Allergie?


Für alle, die neu auf dem Gebiet Histaminintoleranz sind, gibt es hier einmal einen zusammenfassenden Rundumschlag. Ich bin keine Medizinerin und berichte nur von dem Wissen, das ich mir durch Gespräche mit Ärzten, Heilpraktikern und Ökotrophologen und in meinem Studium (Gesundheitsmanagement) angeeignet habe. 

Im Internet ist über die Histaminintoleranz viel zu lesen, insbesondere wird hier oftmals über ein Enzymdefekt gesprochen, dessen Entstehung noch nicht so richtig erklärt werden kann. Hierbei handelt es sich um das DAO-Enzym, das für den Abbau von Histamin verantwortlich ist, Durch eine Hemmung des Enzyms kann das Histamin nicht mehr an die Enzymrezeptoren andocken und gelangt in den Blutkreislauf, wo es dann die entsprechenden Symptome auslöst. 

Folgende Symptome können auftreten:

 

-Übelkeit (besonders nachts)

-Durchfall

-Kopfschmerzen

-Kreislaufprobleme (in Verbindung mit Schweißausbrüchen)

-Herz-Rhythmusstörungen

-Müdigkeit

-Kribbeln in Armen und Beinen

-Ausschlag auf der Haut 

-etc.

 

Was vielen unklar ist, ist woher diese Hemmung bzw. dieser Enzymdefekt kommt. Ich habe festgestellt, dass man die Histaminintoleranz erst heilen kann, wenn man ihre Ursache kennt. Auf meinem Weg mit der Diagnose zu leben habe ich herausgefunden, dass eine kaputte/durchlässige Darmschleimhaut und eine geschädigte Darmflora die Ursache für viele Allergien und auch für eine Histaminunverträglichkeit sein können. Die Darmflora besteht aus Billionen von Darmbakterien die zum Beispiel durch eine Antibiotikaeinnahme geschädigt werden können. Wir können also feststellen, dass die Histaminintoleranz durch eine oder mehrere Antibiotikaeinnahmen (egal ob aktuell oder vor einigen Jahren) entstehen kann. Denn durch die geschädigte Darmschleimhaut gelangt auch das Histamin durch den Darm direkt ins Blut, wo es dann bestimmte Symptome auslöst. 

So ist oftmals der "Übeltäter" gefunden und wir wissen, wo wir mit der Behandlung ansetzen müssen, nämlich im Darm. Die Histaminintoleranz ist also weder eine richtige Krankheit noch eine Allergie, es ist eine Abbaustörung durch einen "kaputten" Darm. 

Durch entsprechende Mittel und eine Ernährungsumstellung kann die Darmflora wieder aufgebaut werden und die Histaminunverträglichkeit wird geringer und kann sogar wieder ganz verschwinden. 

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schon gewusst?

Histamin wird nicht nur über unsere Nahrung aufgenommen. Es entsteht in unserem Körper bei psychischen und physischen Belastungen (Stress und Sport) und bei Hitze und Kälte. Hier ist nicht nur eine Ernährungsumstellung sinnvoll, sondern ein gesamtheitliches Gesundheitskonzept, um den Histamingehalt im Körper niedrig zu halten. 

 

 

Was ist Histamintoleranz überhaupt?

Fakt ist, wer von einer Histaminintoleranz betroffen ist, sollte histaminreiche Lebensmittel meiden.  Aber was genau bedeutet es für unseren Körper, wenn wir kein Histamin vertragen? 

Wir nehmen das Histamin über die Nahrung auf, da es in vielen pflanzlichen und tierischen Zellen enthalten ist. Aber auch unsere Körperzellen enthalten Histamin und das aus einem wichtigen Grund. Es ist u.A. ein sehr wichtiger Stoff für die Regulation von vielen Stoffwechselprozessen in unserem Körper und kommt natürlicher Weise in Schleimhäuten, Mastzellen der Haut und in der Muskulatur vor. Normaler Weise ist dieses biogene Amin also kein "Gift" für uns, sondern sogar ziemlich wichtig für unseren Körper. 

Aber warum reagieren wir dann mit etlichen unangenehmen und teilweise gefährlichen Symptomen auf diesen Stoff? --> Symtome: siehe "Krankheit oder Allergie?"

Der Hauptgrund ist ein Mangel des funktionsfähigen DAO-Enzyms im Darm, das für den Abbau von Histamin zuständig ist. 

Für den Ausfall des DAO-Enzyms gibt es mehrere Möglichkeiten als Ursache:

 

  • angeborener Enzymdefekt
  • Hemmung der Diaminoxidase

                     in Verbindung mit 

  • einer/mehrerer Antibiotikaeinnahme /-n
  • dem Verzehr von histaminreichen Lebensmitteln und Histaminliberatoren
  • dem Verzehr anderer biogener Amine (konkurrieren um DAO-Enzym)
  • einem Magendarminfekt

 

 

Im Normalfall gelangt das Histamin in den Darm, dockt dort an einen Rezeptor des DAO-Enzyms und wird abgebaut. Im Falle einer Histaminunverträglichkeit wird das Histamin geringfügig bis gar nicht abgebaut und gelangt über die Darmschleimhaut ins Blut und löst dann dort die entsprechenden Symptome aus. Und obwohl die Merkmale und das Auftreten der Symptome einer Allergie ähneln, ist die Histmainintoleranz keine allergiesche Reaktion des Körpers auf Histamin.

Denn im Gegensatz zu einer Allergie ist nicht das Immunsystem involviert, sondern der Darm. Somit werden bei einem Histaminüberschuss auch keine Antikörper gebildet. 

Aus diesem Grund ist es für viele Allgemeinmediziner schwierig eine Histaminunverträglichkeit festzustellen. Viele Betroffene laufen mit den Symptomen von Arzt zu Arzt und keiner weiß so richtig, was er diagnostizieren soll.

Vielleicht ging es euch ja genau so.

Dabei ist es eigentlich relativ unkompliziert eine Histaminintoleranz über einen Bluttest festzustellen. Wenn der Histaminwert im Blut den Normalwert übersteig, liegt meistens eine Histaminintoleranz vor.

Wenn Ihr euch testen lassen wollt, solltet Ihr jedoch  die Tage bevor Ihr zum Bluttest geht nicht komplett auf histaminreiche Lebensmittel verzichten, da sonst der Histaminwert im Blut sowieso gering ist. Um jedoch keine Symptome auszulösen ist es ratsam auf Histaminbomben wie Alkohol, Bananen, Käse und Schokolade zu verzichten. 

 

 

Wenn Ihr Fragen oder Anregungen habt, schreibt mir gerne über das Kontaktformular. :)